Archive for April, 2012

Blue Monday

April 30, 2012

Workmom hatte:
-Zweifel.
-Skrupel.
-Gewissensbisse.
-Bedenken.
-Hemmungen.
-Schuldgefühle.
-Ein schlechtes Gewissen.

Karenzdad konnte Workmom beruhigen, denn sie ist kein:
-Monster.
-Schlechter Mensch.
-Ungeheuer.
-Unmensch.
-Mistkerl.
-She-Devil.

Und auch keine:
-Rabenmutter.

Workmom bemühte sich, es einzusehen:
-Na gut.
-Vielleicht.
-Wenn du meinst.
-Wirklich?
-Ich weiß nicht.
-Geht das?
-Na schön.

Karenzdad versicherte Workmom daraufhin noch einmal, dass es:
-Vollkommen in Ordnung.
-Kein Verbrechen.
-Verständlich.
-OK.
-Ganz natürlich.
-Absolut einsehbar.

Und nicht zu vergessen:
-Ursupertaugeleiwandwunderbarspitzeknuspisuperbingo!

sei, die Fluppe am Fenstertag in den Kindergarten zu schicken und von Oma abholen zu lassen, während man selber:
-Zu Hause bleibt.

Kindergartenfluppenkunstupdate feat. Pädagoginnenhilfe

April 29, 2012

Hendaln

Fingerfarben auf Buntpapier
April 2012

I comprehend what you are saying and verify that your statement is true, my good daughter

April 28, 2012

-Mami! Mami! Mami!
penzte die Fluppe im Drogeriesupermarkt des Familienvertrauens,
-Mami! Mami! Mamimamimami! Ich will dem Papa den Lulli kaufen!

Interessante Taktik, dachte Workmom.

-Mami! Mami! Mami! Mamimamimami!
penzte die Fluppe weiter,
-Ich will aber dem Papi den Lulli kaufen!!!

Workmom fragte ihre Tochter, welchen Lulli sie denn meine.

-Den da,

antwortete die Fluppe.

Workmom fragte ihre Tochter, warum denn ausgerechnet diesen.

-Da steht Papa drauf…

~

Congrats zum ersten gelesenen Wort, meine Liebe!

Stange, Arme, Kopf

April 27, 2012

Karenzdad legte den Ball auf den Elfmeterpunkt.
Im Wohnzimmerstadion wurde es mucksmäuschenstill.
Konzentriert stand die Fluppen-Goalkeeperin auf der Torlinie.

-Ein Trick!
beschloss Karenzdad.
-Ein Trick, so gefinkelt, dass die Fluppe aus dem Staunen gar nicht herauskommen kann!
und sofort war klar, dass es nur ein Heber sein konnte.

Karenzdad lief nicht einmal an.
Ganz schnell, aus einer angedeuteten Drehung heraus, aber mit unendlich viel Gefühl, lupfte Karenzdad das Leder elegant in die Luft, beobachtete zufrieden die Flugbahn des Balles und freute sich über den verwunderten Blick der Fluppe.

Die den Ball genau auf den Kopf bekam.
Von dem der Ball abprallte.
Und Karenzdad vor die Füße fiel.

Abgewehrt.
Verschossen.

Kein Tor.

Lionel Messi und Christiano Ronaldo ist das auch gerade passiert.
So ist Karenzdad wenigstens nicht alleine mit seinem Versagen.
Und in allerbester und ausgesuchtester Gesellschaft.

Was man in dieser Konstellation nicht allzu oft behaupten kann.

Aufklärung tut wirklich not

April 26, 2012

Als wäre es nicht schon Strafe genug, dass Karenzdad nicht nur deutlichst spürbar, nämlich durch Schmerzen im den unteren Extremitäten, sondern leider auch allzu deutlich sichtbar unter den zum Teil massiven Nebenwirkungen seiner medikamentösen Therapie leiden muss, denn gar übel anzusehen ist sein in den letzten Tagen aufgedunsenes Gesicht und noch viel garstiger die monströs aufgeblasene Leibesmitte, als wäre das also nicht schon Strafe genug, kommt nun strafverschärfend unbotmäßiger Spott und ebensolche Häme durch Familienmitglieder, namentlich der Mutter, der Ehefrau und der Tochter, hinzu, wobei erstere, Karenzdadmom, sich ja noch auf den humorvoll erhobenen Zeigefinger beschränkt, zweitere, Workmom, die neu gewonnene Rundung immer wieder respektlos tätschelt und deren Schrumpfung in Frage stellt, und letztere, die Fluppe, ihre Gemeinheit von vor vierzehn Tagen, nämlich die an dieser Stelle bereits erwähnte Frage, ob sich denn ein Butzi in Karenzdads Bauch befände, mehr als nur frech überbietet:

-Ist da ein Bier-Butzi drin?

The laugh is always on the loser.
Yes, yes, oh yay.

3

April 25, 2012

…in diesem Sinne: Alles Gute zum Geburtstag, liebe Fluppe!

Mysterien der Kindheit

April 24, 2012

-Stellverbot! Stellverbot! Stellverbot!
ruft die Fluppe, und Karenzdad runzelt skeptisch die Stirn.

-Keksverbot! Keksverbot! Keksverbot!
ruft die Fluppe, und Karenzdad kennt sich überhaupt nicht aus.

-Stiefelverbot! Stiefelverbot! Stiefelverbot!
ruft die Fluppe, und Karenzdad blickt fragend seine Tochter an.

-Also wenn ist Stellverbot man darf sich nicht hinstellen und wenn ist Keksverbot man darf kein Keks essen und wenn ist Stiefelverbot man darf nur Schuhe anhaben.
erklärt die Fluppe, und Karenzdad wundert sich, was das alles soll.

-Im Kindergarten ist Stellverbot und Keksverbot und Stiefelverbot.
lüftet die Fluppe das Geheimnis dieses seltsamen Singsangs, und Karenzdad will sich lieber nicht den wilden Haufen dreijähriger Dreikäsehochs vorstellen, die ununterbrochen ihr lustiges Sprüchlein beim Spielen skandieren, aber ihm bleibt keine andere Wahl, denn

-Stellverbot! Stellverbot! Stellverbot!
-Keksverbot! Keksverbot! Keksverbot!
-Stiefelverbot! Stiefelverbot! Stiefelverbot!

dazu ist die Melodie viel zu eingängig, und wer weiß, wenn das noch länger in seinem Kopf herumspukt, was er Workmom im Laufe des Abends übermütig alles verbieten wollen wird.

Archäologie und Dilettantismus

April 23, 2012

Seltsame Dinge tragen sich dieser Tage, so wie jedes Jahr um diese Zeit, in den desolaten Nebenstraßen des kleinen Ortes am großen Fluss zu: Riesige Bautrupps sichtlich demotivierter und kettenrauchender Straßenarbeiter mit vorsintflutlichen Arbeitsgeräten sind damit beschäftigt, Teerpatzen auf die zahllosen Schlaglöcher der Straßen und Gassen aufzutragen, diese mehr schlecht als recht zu glätten und danach mit Rollsplitt zu bedecken, wobei jeder beschriebene Teilschritt von einem anderen Arbeiter durchgeführt wird, während die anderen Beschäftigten des Bautrupps gelangweilt daneben stehen, wie bereits erwähnt sehr viel rauchen und, sichtlich geübt, Maulaffen feilhalten.

Zwar trägt sich dieser Tage auch das Donaufestival in Krems zu, aber dieses eigentümliche Ritual ist keineswegs Bestandteil einer daran teilnehmenden Performance-Gruppe, und es hat auch nichts mit der neu gegründeten psychiatrischen Station des hiesigen Klinikums zu tun, sondern stellt das jährlich praktizierte Missverständnis namens “Straßensanierung” des schwerst verschuldeten kleinen Ortes am großen Fluss dar. Da das Gemeindebudget bei weitem nicht dazu ausreicht, den katastrophalen Straßenzustand durch längst fällige Generalsanierungen zu verbessern, mehr als hundert Meter Straße pro Jahr sind da, selbstredend abseits der großen Prestigeprojekte, nicht drin, wird mangels Geld und leider auch Intelligenz, denn die sucht man in den Amtsstuben der hiesigen Gemeinde vergeblich, Jahr für Jahr immer wieder und wieder Teer und Rollsplitt auf die Schlaglöcher gepappt, was sich im nächster Winter schon bald wieder aufzulösen beginnt und den Straßen immerhin nicht nur ein lustiges Erscheinungsbild à la Fleckerlteppich gibt, sondern auch das Straßenniveau Jahr für Jahr anhebt.

Wenn also die Fluppe, die sich jetzt schon für Piraten und Wikinger interessiert und somit ein erstes Bewusstsein für vergangene Kulturen und die Zusammenhänge mit und innerhalb geschichtlicher Fakten demonstriert, Karenzdad dereinst einmal fragen wird, wie es kommt, dass die Siedlungen aus der Zeit der Römer so tief unter der Erde verborgen liegen, wird dieser ihr wohl antworten müssen, dass sich seit mehr als über zweitausend Jahren nichts an der Technik der Straßensanierung in diesem Landstrich geändert hat.

Pängopatschobummo!

April 22, 2012

Eine kleine Unachtsamkeit!
Ein falscher Schritt!
Verkehrt angezogene Schuhe!
Trotz Schlafmangels Toben im Vorgarten!

…und mehr hat es nicht gebraucht, dass die Fluppe das Gleichgewicht verlor, Hals über Kopf um- und niederfiel, unkontrolliert über den groben Beton schlitterte, sich zum Abschluss des Sturzes noch einmal um die eigene Achse drehte und auch noch spektakulär überschlug, um gleich danach, kaum endlich zum Stillstand gekommen, in ohrenbetäubendes Gebrüll auszubrechen.

Von Workmom getröstet
-Aaaaarme Fluppe, hast du dir wehgetan?
und Karenzdad kritisiert
-Das kommt davon, weil du nicht aufpasst!
hat die Fluppe also zum ersten Mal die nachgeradezu symptomatische Kindheitsverletzung N°1 davongetragen, der wir alle drei noch sehr, sehr, sehr oft begegnen werden:

Ein aufgeschlagenes Knie.

Dreiundzwanzig Dinge, die Karenzdad einen Samstagnachmittag vermiesen können

April 21, 2012

1) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
2) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
3) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
4) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
5) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
6) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
7) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
8) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
9) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
10) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
11) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
12) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
13) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
14) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
15) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
16) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
17) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
18) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
19) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
20) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
21) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
22) Keinen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil die Fluppe partout auf ihren verzichten muss.
23) Doch einen Nachmittagsschlaf machen zu können, weil Workmom höchst altruistisch der Fluppe eine äußerst liebevolle und exklusive Nachmittagsgestaltung bietet, um nur ja Karenzdad schlafen zu lassen – und dann ganz schlecht schlafen!