Archive for January, 2012

Süßere Telekommunikation

January 31, 2012

Das MARZIPANTELEFON ist ja sowas von gestern!

Die moderne, intelligente und lernfähige Fluppe telefoniert heute Abend bereits mit dem SMART-TELEFON.

Doch noch heute Mittag sah die Sache viel leckerer, viel süßer und viel bunter aus – denn da erledigte die Fluppe alle Telefonate mit ihrem SMARTIES-FON…

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Süße Telekommunikation

January 30, 2012

-Marzipantelefon! Marzipantelefon!
ruft die Fluppe.

-Marzipantelefon! Marzipantelefon!
ruft die Fluppe und freut sich wie eine Schneekönigin.

-Marzipantelefon! Marzipantelefon!
ruft die Fluppe, freut sich wie eine Schneekönigin und strahlt wie ein frisch lackiertes Hutschpferd.

Ja, so dachte Karenzdad heute in einer ruhigen Hundertstelsekunde, eigentlich wäre ihm ja bis jetzt kein solches als Kinderspielzeug untergekommen, vor allem, weil die Fluppe in den letzten Stunden immer wieder erwähnte, wie gerne sie nicht selber eines haben wolle.

Umso größer war dann die Freude, als Workmom etwas früher als sonst nach Hause kam und der kranken Fluppe einen “Bussi Bär”, den allerersten überhaupt, und wann wäre ein “Bussi Bär” besser als Geschenk geeignet, wenn man krank ist, mitbrachte, und der aktuellen Ausgabe als Gimmick ein solches Wunschobjekt beigelegt war.

Seitdem telefoniert die Fluppe ständig mit ihrem Marzipantelefon, ist wichtig mit ihrem Marzipantelefon, zeichnet mit ihrem Marzipantelefon, lädt ihr Marzipantelefon ständig auf und freut sich wie eine Schneekönigin über ihr Marzipantelefon und strahlt wie ein frisch lackiertes Hutschpferd wegen ihres Marzipantelefons, ist es schließlich, einer doppelten Lautverschiebung sei Dank, ihr erstes SMARTPHONE.

Workmom- und Fluppenkunstupdate

January 29, 2012

Ein riesiger Vogelscheucher

Ölpastelle auf gekörntem Papier
29. Jänner 2012

Ra-Ru-Rick: Gesund!

January 28, 2012

Wer kann sich nicht daran erinnern: Das Schönste am Kranksein als Kind war doch das hemmungslose Fernsehen. Ohne Konsequenzen. Sogar explizit erlaubt.

Guess what: Bis heute hat sich nichts daran geändert!

Außer dem Wiedergabegerät…

…knurr!

January 27, 2012

Darf (angesichts des heutigen Fiebers und der sehr schweren Verkühlung der Fluppe) eine sich ankündigende Erkrankung (so wie gestern) als Entschuldigung (obwohl das eigentlich unentschuldbar war) für den schlimmsten (den allerschlimmsten!) Tag (in nahezu jeder Hinsicht) im Leben (nein, nicht des der Fluppe) Karenzdads sein?

Angesichts des kleinen Häuflein Elends, von Fieber geschüttelt und gezeichnet, erschöpft und gelangweilt zugleich, verschnupft und bellend hustend, mit halb offenen Augen vor sich hin starrend, dankbar über jede Form von Zuwendung:

-Na,
so der alte Grantscherm mit dem weichen Herz gütig,
-Von mir aus!

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten

January 26, 2012

-Mörisch Kabörisch! Mörisch Kabörisch!
ruft die Fluppe fröhlich.

-Mörisch Kabörisch! Mörisch Kabörisch!
ruft die Fluppe fröhlich und pausenlos.

-Mörisch Kabörisch! Mörisch Kabörisch!
ruft die Fluppe fröhlich und pausenlos und lässt ihre Eltern mit ratlosen Gesichtern zurück.

Auf die Frage, was denn nun
-Mörisch Kabörisch! Mörisch Kabörisch!
eigentlich bedeuten würde, antwortete die Fluppe mit einem kaum bis gar nicht verständlichen Redeschwall, in dem die Worte “falsch”, “machen”, “immer”, “Kinder”, “Kindergarten” und “so ist das!” zwar vorkamen, der sich aber dennoch jedwedem Sinn und jedweder Sinnhaftigkeit entzog.

-Mörisch Kabörisch! Mörisch Kabörisch!
ruft die Fluppe also weiterhin fröhlich, und weil es Workmom und Karenzdad inzwischen auch schon gut gefällt, machen sie einfach mit und rufen mit der Fluppe im Chor

-Mörisch Kabörisch! Mörisch Kabörisch!

Aborterker

January 25, 2012

Um stark und schlau zu werden, braucht es als Kind bei uns im Anwesen keine milchlöslichen picksüßen Instantgetränke mit Siebzigerjahreflair, sondern, neben Liebe, Zuwendung, Förderung und den täglich schwerer werdenden Versuchen, den Speiseplan weiterhin ausgewogen zu gestalten, vor allem eines, und zwar geistige Nahrung in Form von Büchern.

Die Fluppe besitzt daher ungefähr gleich viele Bücher wie alle anderen Einwohner des kleinen Ortes am großen Fluss zusammen, eventuell vielleicht sogar noch ein paar mehr. Das stellt Workmom und Karenzdad nicht nur vor die zur Zeit extrem akute Frage, wie denn die Bücherberge am platzsparendsten aufzubewahren sind, sondern auch vor die oft überwältigende Aufgabe, alle diese Bücher, am besten auf einmal, auf Fluppenwunsch vorzulesen.

Zur Zeit ganz oben in den Bestenlisten ist ein Sachbuch über Ritter und Burgen, das sich einerseits durch überraschend gut recherchierte Fakten auszeichnet, gleichzeitig aber durch die künstlerisch wirklich äußerst dürftigen Illustrationen für elterliches Befremden sorgt. Die große Sensation dieses Buches aber besteht in großen Klappen, die, einmal geöffnet, der Fluppe weitere neue Aspekte des Lebens im Mittelalter vermitteln.

Das große Burgpanorama verfügt über viele solcher Klappen. Eine davon befindet sich an der Außenmauer des Palas, und wenn diese Lasche geöffnet wird, offenbart sie den Anblick eines am ritterlichen Plumpsklo sitzenden Burgbewohners, was die Fluppe voll voyeuristischem Entzücken erst mit

-Da gackt einer!

kommentierte, um aber gleich danach die Lasche wieder zu schließen und dem Ritter seine wohlverdiente Privatsphäre zurückzugeben:

-Den lass ma gacken!

Wienerlied vs. Retro-Futurismus

January 24, 2012

Die äußerst musikalische Fluppe singt aber auch noch andere Lieder in diesen Tagen:

-O, du lieber Papapa, Papapa, Papapa, o, du lieber Papapa, *schmatz*, *kuss*, *smack*, *kiss*!

Tja, Kraftwerk ist ja nicht schlecht – aber diesen Klassiker des Wienerliedes mit diesem Text kann keiner, niemand, nobody, no way José, niemals never nicht überbieten. Sagt Karenzdad mit väterlich stolzgeschwellter Brust. Und der muss es ja wissen. Wer, wenn nicht er?

Kling Klang Maschine

January 23, 2012

-Wir sind die Roboter!
singt die Fluppe.

-Wir sind die Roboter! Wir gehen automatisch!!
singt die Fluppe und wackelt grinsend mit abgehackten Bewegungen durchs Anwesen.

-Wir sind die Roboter! Wir gehen automatisch!! Wir tanzen mechanisch!!!
singt die Fluppe, wackelt grinsend mit abgehackten Bewegungen durchs Anwesen und tanzt lustig und eckig herum.

-Ja, wir sind die Roboter…
lächelt Karenzdad in sich hinein und freut sich einen bis mehrere Haxen aus, weil die frühkindliche Musikerziehung nun doch die ersten Früchte des guten Geschmacks zu tragen scheint.

هزار و يک شب

January 22, 2012

Seit tausendundzwei Tagen erzählt die Scheherazade Fluppe dem Schahriyâr Karenzdad Nacht für Nacht, tausendundeine Nacht lang schon, die traurige Geschichte vom schlechten Schlafen, vom Verarbeitungsweinen und den Albträumen, aber anders als im längst verschollenen Original oder in der Übersetzung von Richard Francis Burton oder Felix Paul Greve, findet der Schahriyâr Karenzdad in der heutigen tausendundzweiten Nacht keine Erlösung durch ruhigen und ungestörten Schlaf, denn die Scheherazade Fluppe erzählt ihre Geschichten gnadenlos weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter…