Archive for December, 2011

Prosit Subjunktion

December 31, 2011

-Silvester! Silvester!
ruft die Fluppe.

-Silvester! Silvester!
ruft die Fluppe, denn:
-Wir feiern eine Party!

-Silvester! Silvester!
ruft die Fluppe, weil:
-Da kann ich so laut schreien, dass mich keiner hören kann!

~

In diesem Sinne – ein gutes Neues, die besten Wünsche und auf ein Wiedersehen 2012,

Workmom, Karenzdad und die Fluppe

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Oh Schreck! Oh Graus!

December 30, 2011

Nicht ganz dicht.
Unrettbar verloren.
Jenseits von Gut und Böse.
Undicht in der Marille.
Meschugge.
Plem Plem.
Von allen guten Geistern verlassen.
Doof geboren und nichts dazugelernt.
Criminally insane.
Wuckinesa.

Das waren nur ein paar der Zustandsbeschreibungen seiner geistigen Verfassung, die sich Karenzdad im Nachhinein gegeben hatte, als er, kaum waren Workmom und die Fluppe zu mehreren Besuchen bei der Verwandtschaft in der Hauptstadt aufgebrochen, den freien Vormittag nahezu augenblicklich dazu nutze, um sich, nein, weder die Peterlicht-, noch die Der Nino aus Wien-CD, die das Christkind gebracht hatte, anzuhören, sondern einmal in aller Ruhe, nur für sich alleine und ohne jedwede Störung, sich ungestört einem Fluppenweihnachtsgeschenk widmen zu können, nämlich dem Genuss des genialen und mehr als nur genialen Grüffelo-Hörbuchs…

Wie gesagt:

Wuckinesa.
Criminally insane.
Doof geboren und nichts dazugelernt.
Von allen guten Geistern verlassen.
Plem Plem.
Meschugge.
Undicht in der Marille.
Jenseits von Gut und Böse.
Unrettbar verloren.
Nicht ganz dicht.

Abzocke, fiese

December 29, 2011

So sieht übrigens, laut dem am 15. Dezember verfassten, heute im Anwesen eingelangten und lächerlicherweise an die Fluppe adressierten Schreiben, verbunden mit der Zahlungsaufforderung bis spätestens am 30. Dezember, was ja an sich schon eine bodenlose Gemeinheit ist, der Gratis-Kindergarten im hoch verschuldeten kleinen Ort am großen Fluss aus:

-Ja, aber geht denn die Fluppe nicht in Stiftstadt in den Kindergarten?
fragt die gut informierte Leserschaft.

-Ja, das tut sie,
antwortet der noch besser informierte Karenzdad.
-Aber in ihrer infamen Geldgier waren sie zu dumm, um das zu begreifen. Oder hielten uns für so dumm, dass wir ihnen das bezahlen. Da es sich dabei aber um einen angeblichen Irrtum handelt, müssen wir das auch nicht zahlen. Doch so kommen die schändlichen Gemeinden in diesem schändlichen Bundesland auf schändliche Weise zu ihrem, ja, schändlich erbeuteten Geld.

Wie bereits erwähnt: Ein schönes Stück Österreich!

L’esprit de l’escalier

December 28, 2011

-Ich kann nicht mehr weiter! Ich kann nicht mehr weiter!
ruft die Fluppe mitten auf den Stiegen stehend.

-Ich kann nicht mehr weiter! Ich kann nicht mehr weiter!
ruft die Fluppe mitten auf den Stiegen stehend und zeppelt im Eiltempo hilflosestens mit den Füßen hin und her.

-Ich kann nicht mehr weiter! Ich kann nicht mehr weiter!
ruft die Fluppe mitten auf den Stiegen stehend, zeppelt im Eiltempo hilflosestens mit den Füßen hin und her und grinst dabei bis über beide Ohren wie ein frisch lackiertes Hutschpferd.

Was bleibt Workmom, Karenzdad ist nämlich von diesem Spiel ausgeschlossen und lediglich als Zaungast toleriert, anderes übrig, als ihre ach so arme Tochter sofort und augenblicklich die Stiegen hinab zu tragen, denn würde das Ganze auch nur eine Sekunde länger dauern, fielen beide vor Lachen die Treppe hinunter und Karenzdad hinterdrein.

Idyll

December 27, 2011

Vorsichtig brummend surrten die Schwebfliegen über die Knospen der Rosen und die blühenden Glockenblumen und Margeriten. Workmom arbeitete im Garten, während Karenzdad und die Fluppe mit den Straßenkreiden im Vorgarten Kürbisse und Fische zeichneten. Später kam Workmom dazu und zeichnete mit der Fluppe, während Karenzdad sein Fahrrad herrichtete. Die Fluppe hatte nach einiger Zeit genug vom Zeichnen und spritzte mit der Wasserspritze aus Grado fröhlich herum, und Workmom und Karenzdad suchten Deckung vor dem Gepritschel.

Was für ein idyllischer und warmer Tag.

Mitten im Winter. Am 27. Dezember.

Wahrlich, wir leben in seltsamen Zeiten.

Lästschaf

December 26, 2011

-Nervensäge!
Wie bitte?

-Nervensäge! Nervensäge!!
Was war das?

-Nervensäge! Nervensäge!! Nervensäge!!!
Karenzdad traute seinen Ohren nicht:

-Nervensäge! Nervensäge!! Nervensäge!!! Nervensäge!!!!
trompetete die Fluppe mehr als nur frech zu Karenzdad.

Ja, ja, ja, so Karenzdads innerer Monolog, trompete du nur, du freche Fluppe, mach deinen Vater nur schlecht, nur zu, so Karenzdad weiter, aber nur zur Erinnerung, Frechdachs, wer den ganzen Tag lang Feuerwehr spielt, sein zu Weihnachten bekommenes Play Doh massakriert, ununterbrochen Strohhalme schneidet, tausendundein Dinge erledigt, bevor es an das geht, was deine Eltern von dir wollen und überhaupt das Lästhammeltum zu neuen Höhen führt, so endlich Karenzdad, der sollte nun aber wirklich nicht mit Steinen werfen, wenn er, oder in diesem Falle viel richtiger sie, im Nervensägen-Glashaus sitzt.

Yummy, Yummy, Yummy oder: Wollen wir das nicht alle kriegen?

December 25, 2011

Wer kennt und liebt sie nicht, die seltsamen Weihnachtsgeschenke seltsamer Verwandter, die nichts weiter als lieblose Enttäuschung und somit doch nur ein Ärgernis sind. Workmom und Karenzdad können ein Lied davon singen, haben sie doch

eine Packung tschechischer RUMBA-Trockenfrüchte bekommen, was anfänglich befremdliches Kopfschütteln auslöste, doch als die Fluppe davon kostete, ohne großen Gefallen daran gefunden zu haben darauf herumkaute und bald schon auch das bleiben ließ, weil es ihr nicht schmeckte, besah sich Karenzdad das Etikett genauer und machte eine unglaubliche Entdeckung:

Hmmm! Wie köstlich! E 124.

In den USA, Finnland und Norwegen ist dieser Zusatzstoff verboten, weil er karzinogen wirkt. Und weil das den Verantwortlichen in der EU und hierzulande noch zu wenig ist, kann es auch Asthma, Verhaltensauffälligkeit und Neurodermitis auslösen.

In diesem Sinne: Leckerlecker frohe Weihnachten. Und vielen Dank für das tolle Geschenk!

Oder wie die Fluppe so schön gesungen hat:

-Oh du schreckliche!

Wie uns die Jungen sungen

December 24, 2011

Wie hat die Fluppe heute so schön gesungen?

-Wenn Weihnachten ist, wenn Weihnachten ist, dann kommt zu uns der heil’ge Mist!

Dem ist nichts hinzuzufügen!

Oh ja, doch: Frohe Weihnachten wünschen Euch allen Workmom, Karenzdad und die Fluppe!

~

PS: Das vierundzwanzigste Fenster

Tipps, Tricks und Kniffe

December 23, 2011

Manche mögen es vielleicht einen billigen Trick nennen, andere sehen es eventuell als fiese Ausrede, Karenzdad ist da nicht so genau, die Gedanken sind ja angeblich, wenn auch da draußen immer weniger, so doch hier auf alle Fälle, ja, frei, manche also werden sich ihren Teil denken, andere sich darüber wundern, dass, nachdem Karenzdad dem dringenden Wunsch der Fluppe nachkam und dem quietschenden, spielenden, das Einschlafen trotz Hundemüdigkeit mit allen nur erdenklichen Mitteln verweigernden Rabenbratel den Pyjama anzog, er sich noch einmal von seiner Tochter und seiner Gattin verabschiedete und eine gute Nacht wünschte und nebenbei zu Workmom hin noch bemerkte, er, Karenzdad, werde sich noch mit letzter Kraft das Hirn ausquetschen, um einen halbwegs vernünftigen Eintrag zustande zu bringen, worauf Workmom, selber schon fix und fertig und dem Einschlafen wesentlich näher als ihre Tochter, Karenzdad den gut gemeinten Rat gab, er solle doch einfach schreiben, heute sei diese Seite wegen Weihnachten geschlossen, was Karenzdad, nach nur äußerst kurzer Bedenkzeit sehr, sehr gut gefiel und Workmoms Idee, wenn auch auf seine Art und Weise, augenblicklich in die Tat und in Worte umsetzte, was die Fluppe allerdings auch nicht dazu brachte, bald schon einzuschlafen.

~

PS: Das dreiundzwanzigste Fenster

Das zweiundzwanzigste Fenster

December 22, 2011

~

PS: Was Schwachköpfe dazu sagen

Wenn Eltern ihre Kinder verwöhnen

Wie kürzlich eine von der Zeitschrift “Familie&Co” beauftragte Umfrage ergab, glauben drei Viertel der Deutschen, dass wir auf dem besten Weg sind in eine Gesellschaft von Egoisten. Die Ursache: Angeblich verwöhnen Eltern ihre Kinder zu sehr. Auch etliche Erziehungsratgeber warnen Eltern vor zu viel Verwöhnung – stattdessen fordern sie das Setzen von Grenzen. Was jedoch sind die Gründe für dieses Erziehungsverhalten mancher Eltern und wie können sie sich davon wieder lösen? Welche Folgen kann zu viel Verwöhnung für die Kinder haben?

Verwöhnen bedeutet Vernachlässigung

Das Verwöhnen eines Kindes durch die Eltern ist auch immer eine Form der Vernachlässigung: “Es ist ein Zuwenig an Auseinandersetzung, an Anleitung, an Förderung, Forderung und ein Zuwenig an kritischem Hinterfragen”, wie Jürgen F. Detering, stellvertretender Vorsitzender der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung, Pädagoge, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut und Psychoanalytiker, gegenüber urbia.com erklärt.

Kinder wollen Aufgaben erfüllen

Erfüllen Eltern ihrem Kind beispielweise jeden materiellen Wunsch, mangelt es für gewöhnlich an einer kritischen Auseinandersetzung der Eltern mit Konsum sowie an dem Mut trotz Protest vom Kind auch einmal “nein” zu sagen. Nehmen die Eltern dem Kind alle erdenklichen Pflichten ab, drückt sich darin die fehlende Bereitschaft aus, Konflikte mit dem Kind auszutragen und die Zeit aufzubringen, die es benötigt, um das Kind beim Ausführen alltäglicher Aufgaben zu unterstützen. Zudem zeigt sich darin auch vor allem ein Mangel an Vertrauen in die Fähigkeiten des eigenen Kindes. Indem man Kindern zu viel abnimmt, entmutigt man sie und verhindert gleichzeitig, dass sie ihre eigenen Stärken kennenlernen und unter Beweis stellen können. Der österreichische Psychiater und Therapeut Rudolf Dreikurs erklärt in seinem Ratgeber “Kinder fordern uns heraus”, dass jedes Kind den tiefen Wunsch hat, in der Familie seinen Platz zu finden und dementsprechend auch Aufgaben erfüllen will.

Warum verwöhnen Eltern ihre Kinder?

Warum viele Eltern ihre Kinder verwöhnen, hat insbesondere zwei Gründe: Erstens drängen die extrem hohen Anforderungen, die Umfeld und Gesellschaft an Eltern heute richten, diese dazu sich über die Maßen um ihre Kinder zu kümmern – oft mehr als es denen gut tut. Zum anderen neigen Eltern auch aus Gemütlichkeit und um die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, zum Verwöhnen. Sie binden die Schnürsenkel des Kindes lieber schnell selbst, weil sie es eilig haben. Sie räumen das Kinderzimmer auf, weil sie selbst die Unordnung nicht ertragen. Oder sie fahren das Kind überall hin, obwohl es längst die Wege kennt und auch mit dem Rad fahren könnte – nur um das eigene Bedürfnis nach Sicherheit zu beruhigen.

Folgen der Verwöhnung

Die Folgen der Verwöhnung sind zahlreich:

– Verwöhnung wirkt auf Dauer entmutigend.
– Die Kinder erleben nicht, dass sie selbst nützlich sind und einen Beitrag leisten können.
– Ein Kind, das verwöhnt wird, neigt zum Stillstand: Es wird nicht gefordert und entwickelt sich deshalb auch nicht weiter.
– Durch das Verwöhnen wird dem Kind die Möglichkeit vorenthalten zum einen bestimmte Verhaltensweisen und Arbeiten einzuüben, zum anderen ein gewisses Durchhaltevermögen bei der Erfüllung von Aufgaben aufzubauen.
– Durch Verwöhnung kann ein Abhängigkeitsverhältnis zu den Eltern entstehen, das womöglich auch noch im höheren Alter anhält. Die Eltern sind dann unentbehrlich geworden.

Weg vom Verwöhnkurs

Haben Eltern erst einmal damit angefangen das Kind zu verwöhnen, fällt es ihnen häufig schwer dieses Verhalten wieder abzulegen. Doch Experten sagen, dass eine Änderung des Erziehungsverhaltens zu jeder Zeit möglich ist. Grundsätzlich gilt: “Niemals für ein Kind etwas tun, das es selbst tun kann”, so Dreikurs und Vicki Soltz in “Kinder fordern uns heraus”. Wurden Kinder eine lange Zeit verwöhnt, wird es sie überfordern, wenn sie plötzlich von einem auf den anderen Tag selbstständig sein müssen. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Eltern, die von ihrem Verwöhnkurs wegkommen wollen, die Kinder Schritt für Schritt mehr Arbeiten selbst erledigen lassen. Die Eltern sollten sich überlegen, welche Anforderungen sie an ihr Kind künftig stellen wollen. Dann beginnen sie mit der Sache, die ihnen selbst am wichtigsten erscheint und äußern nach und nach weitere Erwartungen an das Kind. Dabei ist es natürlich von großer Bedeutung das Kind so anzuleiten, dass es die neuen Aufgaben auch bewältigen kann – nach einer gewissen Zeit am besten auch ohne elterliche Hilfe.

Die kennen halt Workmom, Karenzdad und die Fluppe schlecht!