Archive for November, 2011

Spieleabend (mit Klammern)

November 30, 2011

Workmom spielt heute Abend endlich wieder (sogar die erste) Geige im Kammermusikensemble.

Die Fluppe spielt heute Abend (hoffentlich) das brave Enkerl bei Oma.

Da will Karenzdad keine Ausnahme sein und spielt heute Abend mit dem X-Men-Prequel, Bohnengulasch und Bockbier (erfolgreich) den Strohwitwer.

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Wie wahr, wie wahr…!

November 29, 2011

-Die Lili,
so die kleine Annika heute zu Mittag in der Garderobe im Kindergarten,
-Die Lili geht schon Schule!
und machte dabei ganz große Augen.

Karenzdad, den sein Dasein als Schmerzensmann einerseits nervte, weil Schmerzen nun einmal nicht superduperknuspi sind, vor allem dann, wenn man sie, so wie Karenzdad, seiner Zehe sei Dank, hat, andererseits aber die genau diesem schmerzenden Umstand verdankenden Bemitleid- und Bemutterungen seitens der versammelten Mütterschaft wohlwollendst und sofort als Seelenbalsamintensivkur verwendend höchst zufrieden zur Kenntnis nahm, schaute ein wenig skeptisch zur kleinen Annika.
Wie war das eben?

-Annika,
so die kleine Annika weiter,
-Annika geht noch Kindergarten…
und machte dabei ganz und gar keine großen Augen mehr.

Unschuldig tat die Fluppe am Nebenplatz, als ob sie sich nicht anziehen wolle und nie im Leben dergleichen zur kleinen Annika gesagt habe.

Aber Karenzdad hatte sie durchschaut.
Und verneigte sich innerlich vor einer bald schon gewaltigen und mächtigen Gegnerin am ehrenwerten Feld der kleinen und großen Unwahrheiten.

Warum trotzdem so lange Beine?

November 28, 2011

Anstatt Karenzdad endlich zur Genesung zu gratulieren, kann die Leserschaft Karenzdad inzwischen doppelt baldige Besserung wünschen, denn seit gestern Abend ist Karenzdad stolzer Besitzer einer gebrochenen Zehe, die die nächsten Wochen nicht nur zur persönlichen Herausforderung machen wird, sondern auch der tatsächliche und effektive Beweis dafür ist, dass ein Unglück wirklich und wahrhaftig in den seltensten Fällen alleine einzutreffen gedenkt.

Die Fluppe plagen derweil andere Sorgen, denn sie wollte nicht, will nicht, und, so wie es gerade aussieht, wird sie auch so bald nicht wollen, dass Oma sie vom Kindergarten abholt, was, verwöhnt von Karenzdads Krankenstand, bitte, so die Fluppe, weiterhin Workmom erledigen soll, wobei sie, die Fluppe, allerdings übersehen hat, dass das aber nun einmal nicht geht, und weil die Fluppe keine Weltmeisterin im Akzeptieren unabänderlicher Tatsachen ist, führte das unausweichlich zu verschiedenen fluppösen Protestmassnahmen wie Trotz, Weinen und bittere Tränen samt allen gezogenen Registern der Mitleidsmasche, die aber allesamt rein gar nichts bewirkten, so dass die Fluppe ihre Strategie änderte und den ultimativen Joker, das definitive As, den unschlagbaren Trumpf aus dem Ärmel zog, nämlich nicht mehr und nicht weniger, als, Karenzdad sieht es als Meister dieses Faches mit Schaudern, wie sehr ihm nicht nur seine Tochter ähnelt, sondern was für eine gelehrige Schülerin sie ist und welche Kalamitäten, wenn sie mit knappen zweieinhalb Jahren bereits so geschickt in dieser Kunst ist, in Zukunft diesbezüglich noch folgen werden, die Fluppe entschloss sich nämlich zur Ultima Ratio, dem Flunkern, dem Schwindeln, der Notlüge, denn sie erzählte Workmom

-Oma hat SMS geschickt. Oma kann nicht. Mami bitte Lili abholen.

Genuss in vollen Zügen

November 27, 2011

Um den muffigen und vermutlich auch schon etwas müffelnden Karenzdad seine Ruhe, seinen Frieden und seine Zeit zum Rasten im Sinne der Regeneration zu lassen, beschloss die Fluppe, dass es heute an der Zeit wäre, endlich einmal wieder Omi und Opa in der Hauptstadt zu besuchen, was nach einem kurzen, von großem sprachlichen Verständnisschwierigkeiten seitens Omi geprägten Telefonat beschlossene Sache wurde, wobei Karenzdad ja erst noch gewisse Dünkel hegte, ob denn der Rest der Familie nicht vor ihm fliehen würde, beim schrittweise Akzeptieren der Versicherung, dass dem unter gar keinen Umständen so sei, seine überraschend gewonnene Freiheit weder in Ruhe, noch Frieden und schon gar nicht Zeit zum Rasten anlegte, sondern sich flugs den haushalterischen Versäumnissen der letzten Wochen widmete, um später dann mehr als nur verdient in Ruhe und Frieden zu rasten, während nun Karenzdad also dem Staub den Krieg erklärte, fuhren Workmom und die Fluppe zu Omi und Opa, um es sich erst im Schnellzug, später dann in der Schnellbahn mehr als nur gemütlich zu machen, wobei es der Fluppe einmal mehr gelang, Workmom in Erstaunen zu versetzen, denn gleich, sofort und gleichsam noch im selben Augenblick, als Workmom und die Fluppe von der Regionalbahn im die innerurbane Schnellbahnlinie, in die S45, umgestiegen waren, verlangte die Fluppe nach einer Jause, denn, so die Fluppe auf die Frage von Workmom, warum das denn augenblicklich zu geschehen habe, das müsse eben so sein, schließlich befände man sich ja in der Ess-Bahn.

Nicht alles darf sich drehen

November 26, 2011

Da hat der Volksmund ausnahmsweise einmal recht: Schön ist so ein Ringelspiel, und eine Hetz’ ist es obendrein.
Bei der Preisgestaltung irrt der Volksmund aber, denn besagtes Ringelspiel steht am Remmidemmi im kleinen Ort am großen Fluss, wo, wie wir bereits wissen, von “kost’ net viel” nicht wirklich die Rede ist.

Und wäre der Fahrtpreis nicht schon beklagenswert genug, mussten Workmom und Karenzdad heute feststellen, dass besagtes Ringelspiel auch noch ungeheuer diskriminierend ist!

Denn erst durfte sich Workmom noch zur Fluppe gesellen,

wurde dann aber wegen zu hohem Alter und Körpergewicht des Ringelspiels verwiesen,

und dem armen Karenzdad konnte die Fluppe lediglich winken, denn der ist nicht nur zu alt und zu schwer, dem wird auch noch beim Imkreisherumfahren zu schlecht.

Lili Marleen

November 25, 2011

Ja, da hebt sich die Moral jeder Truppe, wenn die Fluppe, so wie heute Nachmittag, im Zug voller Grundwehrdiener, justament beim Passieren des Fliegerhorstes und Militärstützpunktes kurz vorm kleinen Ort am großen Fluss, zu deren Gaudium, aber auch nicht zum Missfallen von Workmom, wobei allerdings auch nicht vergessen werden darf, dass sich auch der immer noch kranke Karenzdad sein Schmunzeln bei der Schilderung der Ereignisse nicht verkneifen konnte, wenn also die Fluppe, aus dem Fenster blickend, ihre etwas heisere Stimme anhob und laut und deutlich vernehmbar das charmante Chanson anstimmte, dessen Text in ihrer Bearbeitung da lautete

-Kaserne, Kaserne, Sonne, Mond und Sterne!

Schadstoffbelastungsalarm

November 24, 2011

Dauernebel!
Kein Regen!

Gesundheitsgefährdung!

Luftverschmutzung!
Feinstaubalarm!
Smog!

Kein Wunder, dass bei solchen Bedingungen auch mal zwischen Workmom und Karenzdad dicke Luft herrscht.

Familienaufstellung

November 23, 2011

Während Karenzdad den Tag damit verbrachte, mit Schüttelfrost auf der Fieberkurven-Hochschaubahn ein paar Runden zu absolvieren, döste, sinnlos ins Leere starrte und dabei ständig auf der Suche nach der Fernbedienung war, dabei vergessend, dass der Fernseher seit der Geburt der Fluppe ins Labor verbannt worden ist, was aber zeigt, wie lange Karenzdad schon nicht mehr bettlägerig war, die Nahrungsaufnahme verweigerte und lustlos und ohne sich den Inhalt zu merken durch den dritten Teil des Flusswelt-Zyklus’ schipperte, traf Workmom, da ja Karenzdad am Krankensessel-Abstellgleis vorübergehend ausrangiert wurde, die volle Härte des Schnupperkurses “alleinerziehend und berufstätig – Anleitung zum Verstauen unter einem Hut”, der aus den einzelnen Modulen “Die Fluppe in den Kindergarten bringen”, “Arbeiten im Büro”, “Die Fluppe vom Kindergarten abholen”, “Arbeiten zu Hause neben der schlafenden Fluppe”, “Einkaufen mit der Fluppe”, “Kochen” und “Liebevoll und geduldig die trotzende Fluppe vor dem Zorn des kranken Karenzdads in Schutz nehmen” bestand, was Workmom, selber schon nur mehr mit Müh’ und Not am Zahnfleisch gehend, heldenhaft an die Grenzen des Erträglichen brachte, Karenzdad Zeit zum Auskurieren ließ und der Fluppe so einen Spaß machte, dass sie Karanzdads Genesung nicht unbedingt sehr dringend herbeisehnt.

PS: Was für ein Einstand für die Verlinkung auf diestandard.at!

Abschied ist ein schweres Schaf

November 22, 2011

Mit glühenden Wangen und brennendem Hals, mit schmerzenden Gliedern und tränenden Augen, mit pochendem Schädel und diffusem Brechreiz, vollgestopft mit Vitamin C, Schnaps und Tee sitzt Karenzdad da, leicht zu verwechseln mit einem aus dem letzten Loch pfeifenden Bild des Jammers.

Diese Schmerzen! Dieses Fieber! Diese Müdigkeit!
Schrecklich.

Es geht zu Ende! Das war’s dann! Auf Nimmerwiedersehen!
Furchtbar.

Schnell noch diese Zeilen nach dem heldenhaften Absolvieren des haushalterischen Parcours und der Verabschiedung von Workmom und der Fluppe zu Bildschirm gebracht, und dann, so Karenzdad wehmütig, geht es auf ins Ungewisse.

-Mein Gott,
so Workmom entwaffnend illusionslos und schonungslos ehrlich,
-Das nennt man grippalen Infekt!

Spielverderberin.

Schlafdilemma oder The Downward Spiral

November 21, 2011

Die Fluppe schläft viel zu spät ein.
Die Fluppe schläft unruhig.
Die Fluppe will nicht aufstehen.
Die Fluppe ist schlecht gelaunt.
Die Fluppe ist müde.
Die Fluppe schläft am Nachmittag zu lange.
Die Fluppe ist am Abend übermütig und aufgekratzt.

Die Fluppe schläft viel zu spät ein.
Die Fluppe schläft unruhig.
Die Fluppe will nicht aufstehen.
Die Fluppe ist schlecht gelaunt.
Die Fluppe ist müde.
Die Fluppe schläft am Nachmittag zu lange.
Die Fluppe ist am Abend übermütig und aufgekratzt.

Die Fluppe schläft viel zu spät ein.
Die Fluppe schläft unruhig.
Die Fluppe will nicht aufstehen.
Die Fluppe ist schlecht gelaunt.
Die Fluppe ist müde.
Die Fluppe schläft am Nachmittag zu lange.
Die Fluppe ist am Abend übermütig und aufgekratzt.

Die Fluppe schläft viel zu spät ein.
Die Fluppe schläft unruhig.
Die Fluppe will nicht aufstehen.
Die Fluppe ist schlecht gelaunt.
Die Fluppe ist müde.
Die Fluppe schläft am Nachmittag zu lange.
Die Fluppe ist am Abend übermütig und aufgekratzt.

Die Fluppe schläft viel zu spät ein.
Die Fluppe schläft unruhig.
Die Fluppe will nicht aufstehen.
Die Fluppe ist schlecht gelaunt.
Die Fluppe ist müde.
Die Fluppe schläft am Nachmittag zu lange.
Die Fluppe ist am Abend übermütig und aufgekratzt.

Daher:

Workmom schläft viel zu spät ein.
Workmom schläft unruhig.
Workmom will nicht aufstehen.
Workmom ist trotzdem gut gelaunt.
Workmom ist müde.
Workmom schläft am Nachmittag nicht, sie arbeitet.
Workmom ist am Abend fix und fertig.

Karenzdad schläft viel zu spät ein.
Karenzdad schläft unruhig.
Karenzdad muss aufstehen.
Karenzdad ist schlecht gelaunt.
Karenzdad ist müde.
Karenzdad schläft am Nachmittag nur kurz.
Karenzdad ist am Abend übermüdet und muffig.

Und wie kommt die Familie da wieder heraus?