Archive for May, 2011

Und? So what!

May 31, 2011

-Macht nix!
sagte die Fluppe, als sie auf Karenzdads Anraten hin das Rennauto nicht mit in den Spielraum nahm,

-Macht nix!
sagte die Fluppe, als ihr am Bahnhof in Wünschetown der Jausenapfel auf die Gleise purzelte,

-Macht nix!
sagte die Fluppe, als sie bemerkte, dass die Reste der soeben nicht gegessenen Kiwi sich gleichmäßig über ihr gesamtes Gewand verteilt hatten,

und Karenzdad dachte sich, wie gut es doch wäre, diese Einstellung zum Leben wieder etwas mehr zu beherzigen.

Oder?

May 30, 2011

Natürlich ist es reiner Zufall, dass die Fluppe heute die sieben Münzen auf dem Küchentisch richtig mit “sieben” beziffert hat, ebenso wie es ein unwahrscheinlicher Zufall war, dass die Fluppe die beiden Schnecken unlängst mit “zwei” ganz korrekt gezählt hat, und genau so ein glücklicher Zufall war es auch, dass die Fluppe die drei Keksi im Jausenschüsserl mit “drei” bezeichnet hat.

Alles Zufall.
Nichts wie Zufall.
Großer Zufall.

Aber wer glaubt schon an Zufälle?

Majorette Tom vs. Major Flupp

May 29, 2011

Dann hebt sie ab und…

…völlig losgelöst…

…von der Erde…

…schwebt die Fluppe…

…zum ersten Mal in ihrem Leben der Schwerkraft der Erde enthoben…

…beinahe völlig schwerelos!

4 (Konjunktiv)

May 28, 2011

Vier – das wäre die erschreckend banale und simple, gleichzeitig aber auch furchtbar entsetzliche Antwort auf die Frage nach der Uhrzeit gewesen, um der die Fluppe auch heute Morgen aufzustehen gedachte, aber Workmom sei Dank, die das unter Einsatz aller ihrer zur Verfügung stehenden Kräfte heldenhaft verhindern konnte, kam alles ganz entspannend anders!

4

May 27, 2011

Vier – die erschreckend banale und simple, gleichzeitig aber auch furchtbar entsetzliche Antwort auf die Frage nach der Uhrzeit, um der die Fluppe heute Morgen aufzustehen gedachte.

Stimmt.

May 26, 2011

Egal,

ob das gemeinsame Buddeln im Sand,
das Nebeneinandersitzen auf Polstern am Bett beim Lesen
oder das Hinunterlaufen der Rutsche des Dreieckständers Hand in Hand,

das größte,
das allergrößte Lob

und die allergrößte Bestätigung

für ein schönes Leben,
für Lebensfreude
und für eine fröhliche Kindheit

besteht aus einem einzigen Wort der Fluppe,
möglichst freudig und vergnügt ausgesprochen:

-Lustig!

Nein, meine liebe Workmom, ich nenne das heute nicht “Schas mit Quastl!”, so wie du das eben abfällig vorgeschlagen hast!

May 25, 2011

Immer wenn die Fluppe die Sehnsucht nach Workmom übermannt (beinahe hätte ich übermomt geschrieben), und das kommt in den letzten Wochen sehr oft vor, mehr als oft sogar, viel zu oft, immer nämlich dann, wenn Workmom zur Work aufbricht, was im jämmerlich anzuhörenden und herzzerbrechenden Mantra
-Mama abholen! Mama abholen!! Mama abholen!!!
in allen Tonhöhen und Ausdrucksformen vorgetragen und geheult und geschluchzt wird, was aber nicht heißen soll, dass Workmom nicht auch, abhängig vom jeweiligen Müdigkeitsgrad der Fluppe, in vielen anderen Situationen mit zum Teil bittersten Tränen vermisst wird, was vor allem bei jedweder Form von Privatsphäre oder zumindest den Versuchen, diese, und sei es auch nur für wenige Augenblicke, in Anspruch zu nehmen, vorkommt, hat sie eine geschickte Strategie entwickelt, um die Sehnsucht nach Workmom einigermaßen in den Griff zu bekommen, nämlich indem sie Karenzdad bittet, ihr doch Bilder oder Filme von Workmom zu zeigen, was Karenzdad, selber an die Grenzen der Belastbarkeit gestoßen, gerne in die Tat umsetzt, garantiert es doch vorübergehende Linderung des Fluppenschmerzes.
Also durchforsten Karenzdad und Lilibutz regelmäßig das Internet und die Fotoarchive nach dem so sehr gewünschten Motiv, und wirklich führen die Abbildungen von Workmom dazu, dass sich die Fluppe, zumindest für kurze Zeit, beruhigt (langfristige Beruhigung ist nur durch ständigen Aktivitätseinsatz seitens Karenzdads zu bewerkstelligen), und ist selig lächelnd glücklich und zufrieden und Karenzdad hat wieder etwas Verschnaufpause gewonnen.
Bei dieser Gelegenheit bekommt die Fluppe auf ihren Wunsch entweder ganz aktuelle Bilder zu sehen, oder aber, und das kommt durchaus öfter vor, auch ältere und ganz alte Schnappschüsse von Workmom. Und da es sich oft nicht vermeiden lässt, ist auch Karenzdad auf vielen Aufnahmen zu sehen.
So auch im Ordner “Süditalien 2005”, den die Fluppe, neugierigst beäugend, studierte. Und kaum kam Karenzdad ins Bild, fällte die Fluppe das vernichtendste Urteil ihres Lebens:

-Papa schiach!

Ja, meine Lieben, Karenzdad hatte damals wallendes, langes Haar. Und alles, was der Fluppe dazu einfiel, war
-Papa schiach!

Egal, welches Bild Karenzdad dann auch aus seiner Langhaarperiode zeigte:
-Papa schiach!

Also pilgerte Karenzdad heute zu SonyaHaare, um
-Sommer kommt, Papa Haare schneiden!
der Fluppe aufs Wort zu gehorchen und

-Papa schön!
gleich nach seiner Rückkehr äußerst zufrieden mit dieser Beurteilung, ihr auch ganz ganz ganz lange wieder zu gefallen.

Nur vom Plan, den fünfzigsten Geburtstag wieder langhaarig zu zelebrieren, wird Karenzdad in seinem eigenen eitlen Interesse wohl Abstand nehmen müssen.

Gourmetwimmeln

May 24, 2011

Was haben

der auf einem seiner beiden neu erschienenen Kochbücher etwas gequält lächelnde Starkoch Jamie Oliver und

die beiden etwas alternativ angehauchten Figuren namens Oliver und Linus aus den wirklich formidablen Wimmelbüchern der Rotraut Susanne Berner gemeinsam?

Sie heißen seltsamerweise auf fluppisch beide gleich:

Ollie Linus.

Ornithologische Versuchung

May 23, 2011

-Komm, Süße! Komm, Süße!
ruft die Fluppe,
-Komm, Süße! Komm, Süße!
und um herauszufinden, was das bitteschön soll,
-Komm, Süße! Komm, Süße!
muss man sich schon ins Anwesen im kleinen Ort am großen Fluss bemühen.

-Komm, Süße! Komm, Süße!

Denn einmal vor Ort wird man feststellen,
-Komm, Süße! Komm, Süße!
dass die wirklich nette Familie H.,
-Komm, Süße! Komm, Süße!
ihres Zeichens ebenfalls unsere Nachbarn,
-Komm, Süße! Komm, Süße!
Vogelzüchter mit Leib und Seele sind.

-Komm, Süße! Komm, Süße!

Und ist man zur richtigen Zeit bei uns,
-Komm, Süße! Komm, Süße!
und müssen die schmucken weißen Tauben
-Komm, Süße! Komm, Süße!
husch, husch in ihr Körbchen oder eben in den Käfig,
-Komm, Süße! Komm, Süße!
dann lockt sie Frau H. mit diesen Worten an.

-Komm, Süße! Komm, Süße!

Kein Wunder,
-Komm, Süße! Komm, Süße!
dass die Fluppe sich das gemerkt hat
-Komm, Süße! Komm, Süße!
und zu jeder Zeit und vor allem Unzeit
-Komm, Süße! Komm, Süße!
zu Workmoms und Karenzdads Schmunzeln diese Worte zitiert.

-Komm, Süße! Komm, Süße!

Bleibt nur zu hoffen,
-Komm, Süße! Komm, Süße!
dass dieser Satz keinerlei Spuren im Fluppenunterbewusstsein hinterlässt,
-Komm, Süße! Komm, Süße!
denn der junge Tunichtgut, der meine Tochter dereinst mit diesen Worten becircen will,
-Komm, Süße! Komm, Süße!
bereut schon jetzt auf das allerbitterste diese Worte,

-Komm, Süße! Komm, Süße!

so wahr ich Karenzdad bin.

für und auf besonderen Wunsch von
Workmom

Alfredine J. Flupp

May 22, 2011

Plätscher, plitscher Feder,

Wasser mag doch jeder,

die Fluppe allerdings ist schon zu Haus und kommt, ginge es nach der verbrauchten Wassermenge, trotzdem ganz schön viel mehr als nur ein Tröpfchen später.