Archive for April, 2011

Crash

April 30, 2011

Mit Schrecken und gleichzeitiger Erleichterung müssen und können Workmom und Karenzdad die Öffentlichkeit davon in Kenntnis setzen, dass die Fluppe heute ihren ersten Verkehrsunfall unverletzt und ohne Folgen überstanden hat, wobei besagter Unfall nicht einer gewissen Komik und einiger Seltsamkeit entbehrt, waren die beiden darin involvierten Fahrzeuge einerseits das Fahrrad von Workmom mit der Fluppe hinten im Kindersitz, andererseits das Fahrrad von Karenzdad, erstere vom vergeblichen Versuch zurückkehrend, der Fluppe ein Bikinihöschen im Einkaufszentrum zu erstehen und in die lächerliche Rampe der Abfahrt unter dem Geisterbahnhof des kleinen Ortes am großen Fluss mit viel zu engem Winkel einbiegend, letzterer auf der Suche nach Frau und Kind genau jene Rampe vorschriftsgemäß verlassend, so dass das Erstaunen über das unerwartete Zusammentreffen von Workmom und Karenzdad auf deren Gesichtern deutlich abzulesen war und Karenzdad gerade noch rechtzeitig, weil die Rampe bergauf fahrend, abbremsen konnte, Workmom aber, zwar ebenfalls rechtzeitig abbremsen könnend, aber so sehr über die unerwartete Begegnung in der Kurve erschrocken war, dass sie das Gleichgewicht verlor und wie in Zeitlupe vor Karenzdads schreckgeweiteten Augen mit der Fluppe, wie bereits erwähnt, im Kindersitz, umfiel, wobei Karenzdad keinerlei Schaden davon trug, Workmom sich ihr ohnedies wehes Kreuz einmal mehr anhaute und die Fluppe bass erstaunt über die letzten Sekunden im Kindersitz festgeschnallt am Boden liegend, eigentlich, so fanden Workmom und Karenzdad übereinstimmend, wie in den ersten Sekunden nach ihrer Geburt, zu ihren Eltern aufblickte, aber allem Schrecken zum Trotz überstand die Familie das Malheur ohne jedwede Verletzung, und Schuld sind nur die bösen und blöden regierenden Konservativen hier im Ort, die eine so dermaßen bescheuerte Verkehrslösung anstelle eines simplen und popeligen Bahnüberganges, der aber, wir wissen es bereits, aus “Sicherheitsgründen” durch die gigantomanische und lediglich der örtlichen Bauwirtschaft zugutekommenden Unterführung ersetzt wurde, erst ermöglichen konnte.
Danke!

Ein dadaistischer Abend in drei Sätzen

April 29, 2011

1.

Müde.
Buhu!

Müüde.
Buhuu!!

Müüüde.
Buhuuu!!!

Müüüüde.
Buhuuuu!!!!

Müüüüüde.
Buhuuuuu!!!!!

2.

Müde –
Buhu!

Müder –
Buhuuu!!!

Müdest –
Buhuuuuu!!!!!

3.

Müde?
Buhuuuuu!!!!!

430 THz – 510 THz

April 28, 2011

Als Karenzdad heute Nachmittag die Fluppe fragte, ob sie denn eine Kiwi zur Jause wolle, antwortete diese
-Nein, lieber Rot essen!
-Was willst du essen?
-Lili Rot essen!

Etwas sehr ratlos praktizierte Karenzdad die Fluppe in die Küche und zeigte ihr dort den Inhalt der Obstschüssel.
-Magst du eine Kiwi?
-Lili Rot essen!
-Magst du also diese roten Äpfel?
-Nein, Lili Rot essen!

Und da fiel es Karenzdad wie Schuppen von den Augen.
-Magst du eine Orange essen?
-Ja, Rot essen!

Halb so wild, farbenlernende Fluppe.
Rot und Orange sind ja Nachbarn im Farbspektrum.

Liebe ist… …ein Nachtrag

April 27, 2011

Wir erinnern uns: Am 22. März dieses Jahres schrieb Karenzdad

“Warum, bitteschön, ist Karenzdad heute bloß so entsetzlich lang, so furchtbar dünn und so schlimm verbogen?
Weil die Fluppe, und Workmom kann das (ganz besonders am heutigen Tag) bestätigen, inzwischen perfekt die Kunst beherrscht, Karenzdad um den kleinen Finger zu wickeln!”

und dazu gibt es nun auch den – gezeichneten – Beleg,

der inhaltlich sehr der Wahrheit entspricht (auch wenn Workmom sicher deswegen protestiert, da zu 99,99% sie diejenige ist, auf deren Schultern die Fluppe bevorzugt reitet) – sieht man einmal von den Frisuren und anatomischen Anomalien ab…!

Emma & The Emotions. Live!

April 26, 2011

Emma ist eine bezaubernde kleine Bärin aus der Feder der Zeichnerin Jutta Bauer. Sie ist etwa gleich alt wie die Fluppe (wobei die Fluppe eindeutig besser angezogen ist), wohnt in kleinen, aber feinen Büchern und breitet gerne ihr Leben und ihre Gefühle vor der Leserschaft aus.

Emma wohnt zum Beispiel behütet und gemütlich,

oder sie hat großen Spaß

am Leben und all ihren Aktivitäten.

Also, dachten sich Workmom und Karenzdad, warum soll die Fluppe nicht auch an den Schattenseiten im Leben Emmas teilhaben, also Anteil nehmen wenn

Emma aus allen möglichen Gründen weint?

Der Geburtstag bescherte also der Fluppe letzteren Band, und erst heute war so richtig Zeit dazu, sich das Buch gemeinsam mit Workmom anzusehen. Diese las den Text vor, und die Fluppe lauschte andächtig. Doch als Karenzdad das Lesezimmer durchschritten hatte, sah er, dass die Fluppe ganz, ganz nahe an den Tränen war. Sollte Emmas Trauer etwa ansteckend sein?

Etwas später, Workmom und Karenzdad bereiteten gerade das Abendessen vor und die Fluppe hatte Zeit für sich selbst, fragte Workmom Karenzdad, was denn die Fluppe in aller Abgeschiedenheit so treibe, und Karenzdad ging nachsehen und fand seine Tochter neben dem traurigen Buch von Emma, ganz in Tränen aufgelöst, erst noch stumm vor sich hin weinend, doch im Augenblick des Findens laut vor Trauer greinend.

Und die Moral von der Geschicht? Die Fluppe, zumindest Karenzdad hat das immer schon gewusst, ist eine Empathin allererster Kajüte, und die weinende Emma wird in diesem Haus nicht mehr allzu oft gelesen werden.

Schluchz.

2

April 25, 2011

…alles Gute zum Geburtstag, mein Schatz!

Die rote Osterkarte

April 24, 2011

Wenn die Fluppe mit ungläubigem Staunen, Ausrufen der Freude und breitestem Grinsen die Osternester im Garten des Anwesens sucht, findet und plündert, so zeigt sich einmal mehr, dass Ostern das sympathischste Fest im Jahreskreis ist, und Karenzdad kann der Fluppe deswegen vielleicht sogar verzeihen, dass er von der Teilnahme am Ballspielen mit Workmom und der Fluppe auf deren Protest hin explizit ausgeschlossen ist.

Ui, Missverständnis!

April 23, 2011

Ja, morgen kommt der Osterhase.
Das ist ur super tauge leiwand aufregend.

Und: Ja, übermorgen hast du Geburtstag.
Das ist noch viel mehr urer superer taugiker leiwander aufregender.

Aber: Nein, da liegst du völlig falsch, da bist du im Irrtum, da hast du etwas falsch verstanden, das ist ein Missverständnis, kurz – so nicht.
Denn trotz aller Vorfreude besitzt du damit nicht automatisch die Lizenz zum uneingeschränkten Nervensägen…!

Zeit nach der Gegenwart

April 22, 2011

Als Karenzdad heute, einmal mehr der Illusion beraubt, Yoga hätte etwas mit Entspannung zu tun und somit schwer von seiner Folterknechtin gezeichnet, den Zug im Kleinen Ort am Großen Fluss verließ, fiel ihm gleich das doch schon relativ alte Paar auf, beide adrett gekleidet, gar nicht altersgemäß und somit so ganz und gar nicht dem gängigen Erscheinungsbild Menschen ihres Alters am Lande entsprechend gestylt, das die Ankunft einer jungen Dame, urban und chic, alternativ im Sinne des Postpunks und selbstbewusst, strahlend vor Vorfreude und sichtlich aufgeregt, erwartete und sie freudigst beim Wiedersehen in die Arme schloss, und in diesem Moment fiel es Karenzdad wie Schuppen von den Augen, dass so seine Zukunft aussehen wird, dass der Tag kommen wird, an dem er mit Workmom nach längerer bis langer Zeit wieder einmal die Frau Fluppe sehen wird, und der eigenen Vergänglichkeit angesichts des Dahinrasens der Zeit eingedenk, eilte Karenzdad nach Hause, um im Kreis seiner Lieben, mehr noch, seiner Liebsten, allem altersbedingten Protestverhaltens und sonstiger Widrigkeiten zum Trotz, Kraft, Heim und Stütze erfahren und genießen zu dürfen, um so, getragen auf Wellen der Liebe, der Zukunft getrost ins Auge blicken zu können.

Maximum Acceleration

April 21, 2011

Für alle, denen es auf ihrer Rutsche am Dreieckständer zu langsam geht, hier ein kleiner Leitfaden der Fluppe, wie die Sache wesentlich zu beschleunigen ist. Alles, was es dazu braucht, ist ein kleines Seidentuch, etwas Mut und viel Intelligenz – and off we go!

…und mit zur Belohnung aufgesetztem Tuch lässt es sich nach dieser rasanten Fahrt auch wirklich leicht lachen!