Archive for January, 2011

Mit Schwung und Elan

January 31, 2011

Es muss wohl so gewesen sein: Workmom hat versucht, mit der Brio-Eisenbahn einen sehr fantasievollen, verwinkelten und geschwungenen Kreis zu bauen, hat dieses Projekt aber etwa bei der Hälfte wieder abgebrochen. Karenzdad hat, im Bestreben, die Fluppe zum selbständigen Spielen zu erziehen, den Raum verlassen und dem Spielen der Fluppe aus einem anderen Zimmer zugehört. Die Fluppe aber hat in dieser Zeit den von Workmom begonnenen Kreis vollendet, und das auch noch schlichtweg perfekt, ohne vielleicht etwa falsch zusammengesetzte Schienen oder zu enge oder zu weite Radien, was Karenzdad verwunderte, Workmom erstaunte und all jenen, die das nicht glauben wollen, sei geraten, diesen Kreis selber nachzubauen, die werden dann schon sehen, wer Recht hat: Drei lange Gerade, eine Kurve nach Rechts, eine lange Gerade, drei Kurven nach Rechts, eine Kurve nach Links, eine lange Gerade, eine Kurve nach Rechts, eine Kurve nach Links, eine Kurve nach Rechts, eine Kurve nach Links, eine Kurve nach Rechts, zwei kurze Gerade, eine Kurve nach Links, zwei Kurven nach Rechts, eine kurze Gerade, eine Kurve nach Rechts, eine kurze Gerade, ein Brückenpoller, eine Brücke, ein Brückenpoller, zwei Kurven nach Rechts und eine Kurve nach Links – fertig ist, con brio, der Fluppenkreis!

Die Fluppe kann schon bis 100 zählen:

January 30, 2011

AINF
ZAI

EX
SIBÄN

NEUN
ZEN
EFF

SANSIG
SEZIG
ATZIG
NEUNATZIG

MAMA

Lichtjahre und Liebe

January 29, 2011

Es war eine wunderbare Nacht am Ufer. Der Vollmond stand hell strahlend am Himmel, und hinter den wenigen vom Mondlicht zum Leuchten gebrachten Wolken waren Millionen und Abermillionen von Sternen zu sehen. Ich hielt die Fluppe auf meinen Armen und sie bestaunte das Panorama, zeigte mir die schönsten Wolken und machte mich in noch etwas wackeligen, aber faszinierend eloquenten Sätzen auf die verschiedenen Sternhaufen, Kometen und Galaxien aufmerksam. Ich war gerührt ob der Intelligenz meiner Tochter und ihrem offensichtlichen Sinn für Schönheit und dachte mir, wie sehr ich dieses Kind in Wirklichkeit doch liebe – und das habe ich ihr dann auch gesagt.

Ein schöner Traum.

Smells Like Niederlage

January 28, 2011

Jämmerlich, nein, jämmerlichst gescheitert ist Karenzdad heute an der Aufgabe, mit lediglich einem Arsch auf den drei Kirtagen
1) Die ganz, ganz arme kranke, kotzende und vor Schmerzen wimmernde Workmom
2) Die die Situation nicht verstehende und um die ihr fehlende Aufmerksamkeit heischende und nach Kräften trotzende Fluppe
3) Die adäquate Versorgung beider samt dafür erforderlicher Maßnahmen unter besonderer Berücksichtigung der nach Beseitigung verlangenden Defizite des Haushalts
zu tanzen.

Daher die Devise für morgen: Management verbessern statt zwei zusätzliche Ärsche bekommen!

Bahn im Bild

January 27, 2011

Wenn die Fluppe im Zug ihr Frosch-Geldbörsel zückt und ganz aufgeregt beim Schaffner mit einem Cent einen Fahrschein kaufen will, dann ist das zwar in etwa genauso altmodisch wie das Geräusch, mit dem sie einen fahrenden Zug – Tsch-tsch-tsch! – beschreibt, aber solche Anachronismen visualisiert die Fluppe äußerst geschickt beiseite.

Wo die wilden Fluppen wohnen

January 26, 2011

Wie soll denn Karenzdad in aller Ruhe schreiben können, wenn aus dem Schlafgemach der beiden Damen ohrenbetäubender Lärm kommt?
Da dröhnt und wackelt alles, da wird gebrüllt und getobt, gefletscht und gegrölt, und Karenzdad nimmt schmunzelnd zur Kenntnis, das jetzt eben gerade Max, der frischgebackene König der wilden Kerle, seinen Untertanen befohlen hat, mal so richtig anständig Krach zu machen, was die wilden Kerle samt Max auch ausgiebigst getan haben, und was Workmom mehr als nur gekonnt für die Fluppe in Szene gesetzt hat.

Und weil es eben wieder ruhig geworden ist, wird auch Karenzdad wieder schweigen.

Gute Nacht, du wilde Kerlin!

Die Kristallkugel wartet schon

January 25, 2011

Manchmal ist es Karenzdad schlicht und einfach ein Rätsel, wo die Fluppe ihre Eingebungen her bekommt: Als wir heute Nachmittag durch den inzwischen ekelhaft gatschig gewordenen Schnee zum Bahnhof gingen, um Workmom vom Zug abzuholen, stellte sich die Fluppe auf einem schlecht geräumten Gehsteig auf die sich dort befindende Eisplatte, rutschte mit den Füßen hin und her und kommentierte das Ganze mit den Worten:
-Schi fahren, Schi fahren!

Es gibt also noch Hoffnung für den ÖSV!

Doch nicht bis auf die Knochen!

January 24, 2011

Als die Fluppe heute durch die empörend hohen Neuschneemassen lief und Karenzdad alle dreißig Sekunden auf den Schnee um sie herum aufmerksam machte, lösten sich die Fäustlinge von ihren Fingern und die Fluppe griff zum ersten Mal bewusst in den Schnee. Fasziniert betrachtete sie ihre nassen und klammen Finger, als aber ihr die plötzlich aufgetretene Kälte zu unangenehm wurde, fiel ihr kein anderes Mittel zur Entfernung dieser Unangenehmheit als
-Ausziehen, Ausziehen!
ein.

Das kann ja noch heiter werden

January 23, 2011

Na komm. Also bitte. Ich habe dich schon am Ultraschall, als du noch in Workmoms Bauch warst, nackt gesehen. Drei Sekunden nach dem lauten Pflatsch deiner Geburt, als du mit großen Augen staunend in diese seltsame Welt blicktest, hast du auch nicht viel mehr angehabt. Ich habe dich nackt durch den Garten flitzen gesehen, nackt am Strand spielen gesehen, nackt sogar auf der Straße vor dem Haus auf der Flucht gesehen. Ich wechsle täglich mehrmals deine Windel und mach dich sauber und putz dich ab. Ich kenne bereits, was ich dabei sehe.

Also was soll das? Woher dieser plötzliche Anfall von Schamgefühl? Wieso nimmst du mich an der Hand und führst mich aus dem Badezimmer, wo Workmom und du splitterfasernackt das Wannenbad erwartet habt und knallst dann noch ohne ein Wort zu verlieren kommentarlos die Tür hinter mir zu?

It’s More Fun To Compute

January 22, 2011

Am Heimcomputer sitz ich hier,…

…programmier’ die Zukunft mir.

Computerwelt 2011.