Archive for October, 2010

Die tägliche Zeitreise der nahen Zukunft

October 31, 2010

Das Ende der Sommerzeit ist eine traurige Sache mit all dieser Finsternus zur Unzeit, die ab jetzt täglich schlimmer wird, aber es gibt ja auch einen klitzekleinen Grund zur Freude: Die gute Fluppe geht ab heute ganz früh ins Bett. Die gemeine Kehrseite der Medaille ist der von ihr heute bereits um 6.25 Uhr zelebrierte Umstand des sehr bis äußerst zeitigen Aufstehens, der uns dafür die nächsten Tage und Wochen als Retourkutsche begleiten wird, was einmal mehr die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Winterzeit stellt. Zumindest Karenzdad und Workmom können getrost darauf verzichten. Endless Summer!

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I’ve seen the future and it will be. I’ve seen the future and it works.

October 30, 2010

Zu den Zeitreisen, die derzeit vermehrt in den Medien zu finden sind, man denke nur an das fünfundzwanzigjährige Jubiläum von “Back To The Future” (“Great Scott!”) oder die Zeitreisende mit dem Mobiltelefon im Charlie Chaplin-Film “The Circus” aus dem Jahre 1928, können auch wir hier unseren Beitrag leisten, denn in der Alpenfestung ist Karenzdad ein Foto der Fluppe gelungen, das erst in der Vergrößerung zeigt, was da wirklich drauf zu sehen ist: Das Gesicht der Fluppe in der Zukunft, sagen wir mal, so in sieben bis elf Jahren. Ein Gesicht, das nichts mit den babyhaften Zügen, die man von den Aufnahmen der Fluppe schon kennt, zu tun hat, ein Gesicht, das den Backfisch zeigt, der dereinst einmal Workmom und Karenzdad das Leben schwer machen wird, ein Gesicht, das dennoch unsere Tochter zeigt, auf die wir stolz sind, weil sie so ein großartiger Mensch geworden ist, ein Gesicht, das Freundlichkeit, Wärme und Güte ausstrahlt, ein Gesicht, auf das ich mich in sieben bis elf Jahren zu sehen freuen werde und wenn ich es dann mit dieser Fotografie vergleiche, werde ich feststellen, wie Recht ich damals, 2010, hatte.

Busenakte XXX

October 29, 2010

Beim abendlichen Zubettgehen gibt es seit kurzem eine neue Angewohnheit der Fluppe, die ebenso süß wie rätselhaft ist: Wenn das Martyrium der Zahnpflege überstanden ist, verschwindet Workmom noch einmal kurz ins Badezimmer, während Karenzdad die Fluppe beruhigt und von ihr einen meistens sehr gehauchten und feuchten Gutenachtkuss verpasst bekommt. Dann kommt Workmom zurück und verfügt sich ins Nachtgewand, wobei sie naturgemäß vorher die Hüllen des Tages fallen lassen muss, was Vater wie Tochter gleichermaßen freut; Karenzdad, weil er halt doch ein unverbesserlicher Genießer ist, und die Fluppe, weil sie weiß, jetzt wird gleich mit Workmom in den Schlaf gekuschelt. Zur Erinnerung an alte Zeiten darf die Fluppe auch helfen, Workmoms Busenband zu lösen. Und jetzt kommt’s: Mit einem strahlenden Lächeln nimmt sie das befreite Glockenspiel zur Kenntnis, um danach das untrennbar damit verbundene, jetzt arbeitslos gewordene Kleidungsstück einmal zusammenzulegen und es Karenzdad mit einem sehr bestimmt formuliertem “Papa!” zu überreichen.
Wir rätseln, schmunzeln und nehmen es zur Kenntnis, denn obwohl die Wahrheit, wie Special Agent Fox Mulder sehr zum Missfallen seiner Kollegin Dana Scully immer gerne glauben wollte, ganz bestimmt irgendwo da draußen zu finden wäre, werden wir beide sie vermutlich nie erfahren.

Sagen Sie niemals Leberkäse zu ihr!

October 28, 2010

…nur weil ihr die Neuburgersemmel am Ufer des Traunsees so gut schmeckt!

Eine kurze Zusammenfassung von Susi

October 27, 2010

Auch nicht schlecht: Sich abends in der Alpenfestung mit Papier und Bleistift hinsetzen und, weil ja Steinzeit ist, analog zu bloggen.
Bitte sehr:

22.10.2010

KARENZDAD – THE ULTIMATE CHALLENGE

Mission Report: Die Fluppe zum ersten Mal ohne Workmom alleine ins Bett bringen.

Mission Duration: Vierundfünfzig Minuten.

Mission Status: Geschafft.

Mission Facts: ÄCHZ.

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23.10.2010

KARENZDAD – THE ULTIMATE CHALLENGE 2

Fünfundzwanzig Minuten bis zum Einschlafen – schon ein Rekord für die Ewigkeit?

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Wesentlich mehr challenging waren die ersten Begegnungen mit den bösen, hinterlistigen, aggressiven und dem Menschen nichts Gutes wollenden Bestien der Almen, auch Kühe genannt: Lediglich ein jämmerliches Elektrozäunchen (von dem mir niemand garantieren konnte, ob es denn tatsächlich unter Strom steht) statt Stacheldraht mit Hochspannung hat uns beide, die Fluppe hilflos in SonjaButzis Kraxe, Karenzdad in nackter Panik, von den vier Jungstieren getrennt, deren messerscharfe Hörner mordlustig im diesigen Morgenlicht blitzten und von Karenzdaddad mit sinnloser Todesverachtung auch noch angelockt wurden und zu uns her trabten.
Entsetzlich.
Furchtbar.
Horror.

Wir haben es überlebt.
Aber ist Kuhphobie heilbar?

Und ist Kuhphobie vererbbar?

Wenn ja: Arme Fluppe – da wirst du wenig Freude mit dem Familienanwesen im Herz der Alpenfestung haben, vor allem mit Workmom, die das bovine Bedrohungsszenario nicht erkennen will und kann.

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24.10.2010

KARENZDAD – THE ULTIMATE CHALLENGE 3

Nennt mich den Usain Bolt des Einschlafens: Fünfzehn Minuten!

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Und weil der heutige Tag hauptsächlich von Aktivitäten geprägt war, die die Begriffe “Fluppe”, “tragen” und “steile Straßen hinunter und hinauf” beinhalteten, schreit jede einzelne Zelle meines Körpers vor Schmerz und Müdigkeit, und weil alle zusammen furchtbar laut sind, kann ich vor Erschöpfung trotzdem nicht schlafen.

~

Das Grauen hat einen Namen: Gasthof Sarsteinblick Waldgraben.
Morgen sperren sie für immer zu.
Wären wir nur morgen dorthin Essen gegangen.

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25.10.2010

Jedem das seine, mir das meine

Als Karenzdad nach einem der anstrengendsten Tage seines Karenzdadlebens, immerhin hielt ihn der Chor der brüllenden Körperzellen wach, beim nächtlichen Familieneinkauf im Supermarkt des Unvertrauens die den ganzen Tag lang ersehnte Belohnung in Form seines derzeitigen Lieblingsbieres (unverständlicherweise) nicht gefunden hatte, war seine Frustration, sein Ärger und sein Zorn so gewaltig, dass sich das Bier zur Sicherheit aller Anwesenden vorsichtshalber doch aus dem Nichts materialisierte.

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26.10.2010

Loden und Mäntel, Dächer und Steine

Da hat wer aber anständig was verhaut: Karenzdad in der Alpenfestung, und es gelingt nur an einem einzigen Tag, den Dachstein zu vernebeln? Da werden aber Köpfe rollen!

~

Und: Was ist schlimmer: Die Lodenmantel- oder die Gore-Tex- /Jack-Wolfskin-Fraktion?
Erstere, weil sie alle die Fluppe für einen Buben hielten!

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Und mehr ist an meinem Jubeltag nicht zu erwarten.

Und die Hausaufgabe übers lange Wochenende: Üben, Lernen und Wissen.

October 21, 2010

Dieser kleine Möchtegern-Nemo, den die Fluppe von Conny, der zweiten Buchhändlerin unseres Vertrauens, geschenkt bekommen hat,

hat ein Geheimnis: Dreht man ihn nämlich um, sieht man

diese Zeichnung, der die Fluppe den sehr interessanten Titel “BUSENGACKIMAMA” gegeben hat. Nicht sehr schmeichelhaft vielleicht, aber durchaus kreativ.

~

Und jetzt heißt es Abschied nehmen für ein paar Tage, denn die Familie begibt sich ins Herz der Alpenfestung und in die Steinzeit zugleich, wo kein Netz und kein Nichts zur Verfügung stehen.

Und so müsst ihr, werte Leserschaft, bis wir wieder in der Zivilisation angekommen sind, halt einfach warten.

Und ist dieser Übergang jetzt nicht superkäsig zu dem kleinen, aber ach so feinen Link ganz unten (ich bin nämlich zu faul, mir die Strapazen des Installierens des Youtube-Plugins anzutun)? Denn auch diese Herren da warten, nach ganz vielen Jahren wieder ganz überraschend und mehr als gut. Und alte Männer mit schlechten Zähnen und gutem Gewand haben immer Recht, denen muss man glauben. Weiß ich, weil: Bin ja selber einer.

Bis denne.

Beispiel 280

October 20, 2010

Wenn ein Blick mehr als tausend Worte und zwei Blicke mehr als zweitausend Worte sagen, wieviel Worte sagen dann Karenzdads ungezählte Blicke zum Himmel, als die Fluppe heute, bei dem strahlenden Wetter musste es ja noch einmal sein, am Spielplatz auf Najo-Jagd (Workmom hat mal wieder recht – es klingt tatsächlich wie “Najo” und nicht, wie früher geschrieben “Naio”) ging und dabei prinzipiell erst einmal jede Kastanie übersehen hatte, vereinzelt sogar darauf stand und sich dabei bitter beklagte, keine Kastanien zu finden, um sie dann doch aufzuklauben, nur um krawutische Anfälle zu bekommen, wenn sie eine dritte Najo mit bereits zwei Kastanien in der Hand nicht aufheben konnte und keinerlei Hilfe anzunehmen bereit war und schließlich die mühsam gesammelten Kastanien eine nach der anderen vom Karussell warf, so dass sie zuletzt mit gerade mal zwei Najos nach Hause kam? Genau kann ich es nicht sagen, aber vermutlich so viele, wie Najos im Hause herumkugeln.

Beispiel 279

October 19, 2010

Ein Blick sagt mehr als tausend Worte.

Daher sagen diese beiden Blicke mehr als zweitausend Worte, was auch gut ist, denn ich bin jetzt wirklich viel zu faul, noch mehr als mindestens eintausendneunhundertundfünfundsiebzig Wörter zu schreiben.

Mauerblümchen

October 18, 2010

Es gab schon viele Erste Male mit der Fluppe, schöne, lustige, spannende und herzige, um nur ein paar zu nennen, und es werden noch wesentlich mehr folgen, aber das heute war so nett und einfach reizend, weil es so richtig zeigt, dass (und wie) die Fluppe am Weg vom Butzi zum Kind, zum “echten Kind”, wie Workmom gerne zu sagen pflegt, ist:
Heute ist die Fluppe zum ersten Mal (auch wenn noch an meiner Hand) balancierend auf einem Mäuerl gegangen.

Der Blocksatz des zufriedenen “Na also!”

October 17, 2010

Und weil sich zur allgemeinen Zufriedenheit das gestrige Unwohlsein als lediglich vorübergehendes Bauchweh herausgestellt hat, war die Fluppe bereits heute wieder auf dem Spielplatz und hat, beschützt von ihrem neuen Gatschgewand in Pastellfarben, trotz Nebel, Kälte und Nieselregen ihren Spaß gehabt, was sie, wie man deutlich sieht, nicht verheimlichen kann: