Archive for March, 2010

Karma Chameleon

March 31, 2010

Gestern, so Workmoms gestrenges Urteil, hätte ich ja doch ein wenig zu dick aufgetragen und das ganze habe auch ziemlich in den Kitsch übergelappt.
Hm.

Bitteschön, ich kann ja auch anders.

Und zwar: Wenn ich mit der Fluppe mit dem Fluppenmercedes im öffentlichen Raum unterwegs bin, so bin ich mir durchaus bewusst, dass ich mich nicht auf die Hilfe anderer Menschen verlassen kann, mehr noch, mich auch nicht auf die Hilfe anderer Menschen verlassen darf. Entweder ich kann alleine mit dem Kinderwagen öffentliche Verkehrsmittel benutzen, oder ich lasse es bleiben. Ich freue mich zwar, wenn mir Hilfe angeboten wird, aber diese Hilfestellung ist freiwillig und wird von mir nicht explizit eingefordert. So schauma aus.
Im bereits einmal erwähnten Pimperlzug nach Siegmundsherberg, wo die tumbe, abgestumpfte Pendlermasse Mühe hat, die Kronenzeitung zu entziffern (unglaublich, wie lange die für eine Seite brauchen) und mit bestialisch lauten Klingeltönen ihrer im Ledertascherl sicher verwahrten Mobiltelefone (alle, alle haben sie das alte analoge Telefonklingeln eingestellt) den Schlaf meiner Tochter störte, habe ich mir diesbezüglich auch keinerlei Hilfestellung erwartet.
Dass ich aber, während ich den Kinderwagen in den Zug die Stufen hochschleppte, von einer besonders unsympathischen Bauernkuh angemault wurde, ich solle ihr gefälligst nicht den Weg verstellen, war eine vollkommen neue Dimension der Gemeinheit und Rücksichtslosigkeit des Ichmenschentums in seiner übelsten und verachtenswertesten Form.
Ich war so perplex, ich konnte gar nichts darauf erwidern.
Ein paar Minuten später klingelte ihr Telefon, und als sie nach ein paar weiteren Minuten während des Gesprächs zu weinen und still vor sich her zu schluchzen begann, hielt sich mein Mitgefühl nicht nur in Grenzen, sondern STRAFE MUSS SEIN! und DON’T MESS WITH ME! stand in fetten gotischen Lettern vor meinem geistigen Auge.
Hähä.

Die Sorge um mein Karma, die Workmom stets äußert, mag vielleicht gerechtfertigt sein.
Aber ich meld mich eh noch rechtzeitig zur Karmalöschung an.

Mmm, you hold the key

March 30, 2010

Schaut sie Euch nur an, die Fluppe:

Sie hat die Schlüssel zu Euren Herzen!

(mit den besten Empfehlungen für Oma & Opa, die das hier seit heute mitverfolgen)

Shopgirl

March 29, 2010

Marge Simpson versetzt es in Schrecken, Maggie ist es eher egal.
Aber die Fluppe liebt es, und Workmom hat auch ihren Spaß daran:
Das Fahren am Förderband der Supermarktkasse.

Wobei: Karenzdad hätte auch seinen Spaß daran, Workmom auf dem Förderband fahren zu sehen, also:
Das Fahren der Fluppe am Förderband der Supermarktkasse.

Unglaublich, wie sehr die ohnedies nicht lachfaule Fluppe dabei Glucksen kann, und die Kassiererinnen scheinen förmlich aufzublühen angesichts der freudigen Abwechslung aus dem Alltagstrott (aber es kennt ja ohnehin schon jede die Flups – mit ihrem Einkaufswagenwackeln ist sie bekannt wie ein bunter Hund!).
So macht Einkaufen Spaß!

…und das hat jetzt keine Pointe. Das allgemeine Hallo dabei kann man nicht schildern, dazu muss man schon einmal mit uns einkaufen gehen…!

Du weißt, dass Du so richtig Eltern bist, wenn…

March 28, 2010

…Du plötzlich am Wochenende in jeder freien Minute versuchst, Butzischnäppchen auf ebay zu ergattern.

GendERwahnsinn

March 27, 2010

In den letzten Tagen konnten Workmom und ich ein seltsames Phänomen beobachten.
Unterwegs mit der Fluppe auf sie angesprochen, bekommen wir jetzt folgendes zu hören:

-Nau isa ned liab, dea Klane?
-Groß isa scho wuan!
-Nau, dea schaud oba schon sea miad aus.
…und sogar das Undenkbarste des Undenkbaren:
-A so a liawa Bua.

Öhm… Ea? Dea? Bua?
Also da stimmt doch etwas nicht.

Was wissen die anderen, das wir nicht wissen? Nichts, denn wir kennen die Wahrheit.
Was sehen die anderen, das wir nicht sehen? Nichts, denn wir kennen den wahren Inhalt der Windeln.

Workmom äußerte die schlimme Befürchtung, dass wir die Fluppe zu “männlich” anziehen würden. Bubenwesten und so.
Und da die Fluppe noch kein Bubenmädchen sein kann, wird es wohl daran liegen.
Denn das blau angezogene Kind ist nun einmal der Bub.

…also ist unser einziger Hello Kitty-Pullover wohl zu wenig!
Und übrigens – und wenn schon: Wenn das in 10 bis 15 Jahren immer noch passiert, dann haben wir einen echten Grund zur Sorge.
So aber…

Allfälliges

March 26, 2010

Während Karenzdad heute einen freien Nachmittag hatte, um in der Perle des Reiches den Osterhasen zu treffen (und oh ja! Ist sie nicht herrlich, die Haupt-, Geburts- und Heimatstadt? Das ist sie, fürwahr!), startete die Fluppe unter den behütenden Augen und Armen von Workmom ihre Karriere als Paternoster, will heißen, einmal die Stiegen rauf, einmal die Stiegen wieder runter, und wieder rauf, und wieder runter, rauf, runter und so weiter. Anstrengend das, für beide, und es lässt für die nächsten Tage weitere Anstrengungen vermuten.
Nach der längst überfälligen Eröffnung der heurigen Gartensaison…

…und dem freudig mit heftigsten Mitwippen zur Kenntnis genommenen Reinhören in eine wunderbare CD (“Hidden” von These New Puritans, welch herrlich primitive und reduzierte Kraft, was für eine bedrohliche Stimmung – hier wie üblich ein Blick darauf: These New Puritans – We Want War), brillierte die Fluppe (was wurde übrigens aus Knursel? Die hat das Knurseln inzwischen wieder aufgegeben…) mit schier unstillbarem Appetit (hat ja auch was aufzuholen nach dem letzten Zahnen), und ein ganz im Handke’schen Sinne Gelungener Tag neigt sich mit dem Veröffentlichen dieser Zeilen seinem Ende zu.

Long Distance Dedication 2

March 25, 2010

Heute schicken wir ganz liebe Grüße nach Berlusconistan, genauer gesagt in jenen Teil des Landes, der lei oans isch und es doch nicht ist.
Dort finden wir die treueste Stammleserin dieser Kolumne, die neben konkreter Ernährungsberatung und der demnächst stattzufinden habenden sportlichen Fluppenerziehung…

…auch mit solchem mitgebrachten Henderl für Fluppenspaß verantwortlich ist.

In diesem Sinne also tanti Baci, liebste Barbarella – und wenn Workmom (oder dann eigentlich Holidaymom) mit der Fluppe demnächst zu dir fahren wird… Was soll ich denn in der Zeit schreiben???

PS: Hey hey Fluppe – 11 Monate bist du jetzt schon alt!

Fluppisch für Fortgeschrittene

March 24, 2010

GAH.GE
AA.DIDSH
DHISH
GHEEH
DHJEE
MMMH
DSHSH
EEH

…um die derzeit wichtigsten Worte in Fluppisch zu nennen. Aber für einen eigenen Langenscheidt scheint das noch etwas zu dürftig zu sein…

Getscho gemma Voigas!

March 23, 2010

Fluppe, du gescheite Fluppe!

Stolz können wir vermelden:
-Den Pinzettengriff
-Das komplette Umstellen von Robben auf Krabbeln
-Einen weiteren Zahn
-Deutliches “Nein!”-Zeigen
-Selber Essen
-Die 3. Fächer im Bücherregal erobern
-Nasenbohren und
-die ersten Versuche, sich selber an- und auszuziehen.

Letzteres ist ein herrlicher Anblick – vor allem die Ergebnisse des Haubenaufsetzens (die einzigen, so far) können sich sehen lassen:

Ganz schön lässig, die Kleine, was?
Und diese HipHop-Ästhetik.
Reif für die Kabinenparty, unsere Fluppe!

Und auch wenn es ein Jahr zu spät ist, aber das ist allemal einen Blick wert (Danke, Nichte Miriam!):

Und? Was ist die Ausrede heute?

March 22, 2010

Öhm… Ausrede? Wofür?
-Na, dass es schon wieder so kurz ist heute!
Naja, also… Ich war in Pöhlhausen, beim Elternabend der Spielgruppe.
-Elternabend?
Elternabend.
-Wieso Elternabend?
Na weil das eben so ist. Ich kann also mit Stolz behaupten, dass, noch bevor die Fluppe ein Jahr alt ist, noch bevor sie überhaupt erst 11 Monate alt ist, ich schon zwei Mal bei einem Elternabend war.
-Na will ich das mal glauben.
Kannst du auch. Und eines kann ich Dir flüstern: Bin ich froh, dass die Fluppe die Fluppe und Workmom Workmom ist und ich Karenzdad bin und unsere kleinen Sorgen lediglich unsere kleinen Sorgen sind…!